Bernie Ecclestone: Erpressungsopfer oder korruptiver Formel-1-Boss?



Veröffentlicht am 28. Juni 2012 von

Bernie Ecclestone, Foto: Ryan Bayona

Zu 8 1/2 Jahren Freiheitsstrafe hat das Landgericht München den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky wegen seiner Rolle beim Verkauf der Formel-1-Anteile der Landesbank an die Firma CVC Capital Partners verurteilt. Gribkowsky wurde nach seine überraschenden Geständnis wegen Bestechlickeit, Untreue und Steuerhinterziehung schuldig gesprochen. 44 Millionen US-Dollar hat er nach den Urteilsfeststellungen im Jahr 2006 von dem illustren Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erhalten, um den Deal über die Bühne zu bringen. Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost soll der Vorsitzende Richter Noll in der mündlichen Urteilsbegründung strafmildernd berücksichtigt haben, das Ecclestone die treibende Kraft gewesen sei und Gribkowsky ins Verbrechen geführt habe. Ecclestone selbst, dem für seine Aussage freies Geleit zugesichert worden war, hatte als Zeuge vor Gericht bekundet, er sei von Gribkowsky erpresst worden und habe deshalb gezahlt. Jetzt könnte es eng werden für Ecclestone, dem eine Anklage wegen Bestechung droht. Keine guten Aussichten für den 81-Jährigen, der sich sicher mit einem Heer von Anwälten gegen den Vorwurf zur Wehr setzen wird.


Kategorie: Strafblog
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